Mi

15

Okt

2014

Zeit ist Geld – eine Chronik der Euro-Krise

Abschrift aus dem Vorspann der sehenswerten Phoenix-Reportage vom 3.01.2013.

 

»Am Start der krisenhaften Entwicklung steht eine übereilte Währungsunion mit zahlreichen Fehlkonstruktionen und hochgesteckten Erwartungen. Dem politischen Streben nach einem einheitlichen Währungsraum stand von Anfang an ein wirtschaftliches Ungleichgewicht der europäischen Länder gegenüber. Doch Politiker sahen darüber hinweg und beschworen den politischen Einigungsprozess durch den Euro. 2002 ging der Euro auch über Griechenland auf. Doch das Land hatte seine Bilanzen gefälscht. Nicht nur die bösen Buben, sondern auch die vermeintlichen Musterschüler der Eurozone nahmen es nicht so genau mit der Haushaltsdisziplin: Deutschland und Frankreich verletzten von 2002 bis 2003 den europäischen Stabilitätspakt. Rund zehn Jahre zuvor hatte Deutschland den EU-Vertrag von Maastricht noch mit unterzeichnet. Doch der Sparwille wurde bei vielen Ländern zum Lippenbekenntnis. Da es ohnehin immer wieder neue Kredite gab, verließ man sich auf den scheinbar unbegrenzten Geldfluss im Euroraum. Mehr Eigenverantwortung durch den Euro? Fehlanzeige. Verformt dieser Pumpkapitalismus das Verantwortungsbewusstsein einzelner Länder?«
Empfehlenswertes Video: Zeit ist Geld – eine Chronik der Euro-Krise

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