Do

20

Mär

2014

Die deutsche Schande: Beschneidung männlicher Babys aus »religiösen« Gründen

Nachlese und die Suche nach Erklärungen:

 

Einer der größten humanitären Skandale – die Beschneidung von Jungen – ging geräuschlos und im Schnelldurchlauf über Deutschlands politische Bühne. Das Ergebnis hieraus liegt bereits vor: Immer mehr Jungen im Vorschulalter werden beschnitten. »Religionsausübung« auf grausamste Art und Weise. Eine Beschneidung ist das Entfernen der Penisvorhaut, die die empfindliche Eichel des Mannes schützt. Der Gesetzgeber hat diesen mittelalterlich-religiösen Ritus (ich behaupte Wahn) an Säuglingen zu Recht erklärt. Selbst Laien dürfen nun ohne medizinische Notwenigkeit, ohne zwingende Schmerzfreiheit völlig legal ein gesundes hochsensibles Organ (ein Netzwerk aus Nerven; Blutgefäßen und Muskelfasern) entfernen und damit irreversibel verstümmeln. Aus religiöser Sicht könnte man hinzufügen: Mit blutigem Gemetzel wird beseitigt, was Gott/Allah so geschaffen und gewollt hat. Hals über Kopf beschloss der Bundestag mit großer Mehrheit (434 der Abgeordneten) ein Gesetz, das gegen die Gesetze der Bundesrepublik verstößt. Pure Verantwortungslosigkeit der politisch Verantwortlichen! Warum wurden die Tatbestände der vorsätzlichen Körperverletzung und Misshandlung (Offizialdelikte) für straffrei erklärt und männliche Babys der Grund- und Menschenrechte auf körperliche Unversehrtheit beraubt? Zwei folgenschwere Komponenten haben die Entscheidung bestimmt:

Punkt eins: Welche Empörungswelle würde wohl unsere Nation überrollen, käme eine Religionsgemeinschaft auf die Idee, die Beschneidung von Mädchen auf deutschem Boden zu fordern? Mag dieser Eingriff noch barbarischer sein, aber nach Schreckens-Kriterien zu unterscheiden, ist unzulässig. Warum dürfen also nur männliche Säuglinge entrüstungsfrei für religiöse Zwecke misshandelt werden? Der Grund: Wir schreiben das Zeitalter des Feminats. Landauf, landab das Maskuline zu verachten, ist hoffähig geworden. Modetrend Männerverachtung! Der meist unterschätzte Zeitgeist mit teils fatalen Folgen, wie ich sie im Kapitel meines Buches: »Feminismus – nicht Gleichstellung, sondern Unrecht und Anarchie« ausführlich beschreibe. Wer dem Männlichen alles Dümmliche und Schlechte nachsagt und zutraut (viele Männer sind inzwischen auch schon davon überzeugt), der setzt sich natürlich auch nicht für die Belange dieser Spezies ein oder empfindet gar Mitleid damit. Zudem herrscht ganz offensichtlich noch das alte Denkmuster, dass Jungen mehr Gewalt und Schmerz zugemutet werden kann als Mädchen. Eine Haltung, die dem Gesetz förmlich abzulesen ist. Hilflose Säuglinge – da XY-Chromosomenträger – die Opfer eines vorgestrigen Denkens. So erklärt sich auch, dass niemand gegen jedwede Vernunft und trotz Rechts- und Menschenrechtsverstößen ernsthaft Partei für wehrlose kleine Jungen ergriff. Auch die Medien nicht.

Punkt zwei: »Weil die Deutschen das Untolerierbare tolerieren«, so und ähnlich lauten immer wieder Schlagzeilen in den Vereinigten Staaten. Der bekennende Islamist und Nahost-Experte Bassam Tibi brachte es so auf den Punkt: »Sie erlauben uns alles!« Aufgrund der unrühmlichen Geschichte Deutschlands haben unsere Volksvertreter die nationalen Interessen auf dem Altar der Leisetreterei geopfert. Dazu gehören das Einknicken vor dem Islam und die Kritiklosigkeit gegenüber dem Judentum. Ja nicht in den Geruch der Ausländer- oder gar Judenfeindlichkeit geraten! So konnte sich hierzulande ein fataler Hang zur überzogenen Fremdenliebe, gepaart mit religiösem Fanatismus, ausbreiten. Auch die überbordende Zuwanderung mit allen einhergehenden Problemen gehört in diese Rubrik. Regieren ohne Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein! Peer Steinbrück plädierte unlängst aus »religiösen Gründen« für einen getrennten Sportunterricht von Mädchen und Jungen. Voll daneben, so werden muslimische Väter nie lernen, dass in unserer Gesellschaft Frauen gleichberecht sind. Noch schlimmer der rheinland-pfälzische Justizminister Jochen Hartloff, der gar die Scharia durch die Hintertüre nach Deutschland importieren will. Er plädiert für »islamische Schiedsgerichte« in der Bundesrepublik. Ja geht’s noch, Herr Minister? Besonders befremdlich aber, dass ausgerechnet das Bundesverfassungsgericht zunehmend unsere westliche Werteordnung aufgibt. Nur ein Punkt herausgegriffen: Das barbarische und blutrünstige Schächten von Tieren wurde von den Karlsruher Richtern an deutschen Gesetzen vorbeigewunken. Sollten Sie zu diesem Thema mehr erfahren wollen, auch dies ist in meinem Buch unter dem Kapitel »Multikulti, Kopftücher und Feindliches gegen Einheimische« aufgearbeitet. Im Schächturteil wie beim Beschneiden von neugeborenen Knaben wird das Recht auf freie Religionsausübung missbraucht. Frage: Wie sollten denn hilflose Babys einen Glauben ausüben? Gesichert ist zumindest eines: Religion spielt sich im Kopf ab, nicht im Geschlechtsteil.

Fazit: Den Rechtsgrundsätzen auf eine unbeschadete Kindheit und eine freie Religionsausübung hätten unsere Parlamentarier problemfrei gerecht werden können, wären sie nur der Forderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefolgt. Deren Empfehlung: nach ausreichender Information und ohne Zwang eine freiwillige Beschneidung erwachsener Männer. Falls Sie sich die grausame Prozedur einer Jungen-Beschneidung auf YouTube antun möchten, dann bitteschön hier. Dieses Video hätte im Gesetzgebungsprozess ein Muss für unsere Bundestagsabgeordneten sein müssen.

Der Europäische Rat verabschiedete jüngst eine Resolution gegen rituelle Beschneidungen und wertete sie als »Verstoß gegen die körperliche Unversehrtheit von Kindern«. Leider nur heiße Luft, denn der Beschluss ist unverbindlich. Wer hat Ideen, wie dem hurtigen Schritt zurück ins Mittelalter begegnet werden kann? Der Freibrief für eine »religiöse« Barbarei in deutschen Gesetzbüchern darf nicht weiter stillschweigend akzeptiert werden.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Stephanie Walter (Freitag, 25 Juli 2014 16:42)

    Bei so einem Zulauf an Beschneidungsgesetzen sollte man sich überlegen, ob es einen Sinn macht in der BRD zu leben. Unser Staat hat sich ein Gremium an Politikern erbaut, indem christliche Werte nur noch zu einer Bibelaktion werden, aber nicht mehr gelebt werden dürfen.
    Früher gab es Pastoren, egal ob kath. oder evang., die mit ihren Schülern sinnvolle Ausflüge machten und ein großen Packen deutscher Liedkulturen im Rucksack mit sich trugen.
    Heute haben wir einen großen Wechselbestand an Kirchenträgern, wo keiner mehr so recht weiß, wo die Reise hingehen soll. Eine große Unruhe macht sich in ganz Europa breit und keiner kann die diffusen Wege unserer Politikmacht mehr unter Kontrolle halten.
    In all dem Zeder hat sich immer mehr eine andere Kultur in unserem Land verherrlicht und versucht mit rasanten Paukenschlag alles nieder zu keimen, was in deren Ideologie nicht zu finden ist.
    Es ist ein fragwürdiges Europa geworden und Zufluchtsmöglichkeiten in unseren Großkirchen für Christen und gläubige Anfänger eher eine zerrissene, hilflose Wegbeschreibung, da am Ende keiner weiß, welche neue Spielregeln aufgestellt werden.